Ranischau Archival Documents

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Stadlo / Ranischau 1835

Senior Johann Kerck adresses pastor Tobias Lindner regarding Steinau school visitation and Ranischau oratory opening appointments

Source: Archiwum Państwowe w Przemyślu, 56/152/0/-/8, Scan 7
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Das westliche Seniorat!

An den Herrn Pastor Lindner in Ranischau.

Sie werden hiermit in Kenntnis gesetzt, dass die Einweihung des Bethauses zu Ranischau erst den 22. September dieses Jahres festgesetzt bleibt, den 23. wird in Ranischau, den 25. September aber die Schulvisitation in Steinau stattfinden.

Wovon Sie sowohl die Gemeinden, die betreffenden Dominien, als auch die Herren Lehrer nomini des Seniorats in Kenntnis zu setzen haben werden.

Stadlo, den 28. August 1835.

J. Kerck
Senior

Neu-Sandez / Ranischau 1849

Pastor Philippek of Neu-Sandez adresses pastor Tobias Lindner regarding plans for a conference

Source: Archiwum Państwowe w Przemyślu, 56/152/0/-/8, Scan 9
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Z. 106

Schätzbarster Herr Amtsbruder!

Es dürften Ihnen die beiden Zuschriften von Triest im Monat Mai und 1. Juni von Graz laufenden Jahres zugekommen sein.

Nachdem unser Monarch mit 4. März laufenden Jahres gewisse Grundrechte auch unserer evangelischen Kirche huldreichst verliehen hat, infolge welcher auch schon eine Regung in unseren evangelischen Gemeinden beginnt, wovon die beiden Zuschriften ein Zeuge sind, und es auch endlich an der Zeit wäre, unsere Kirchenangelegenheiten zu ordnen und das geistige Bewusstsein unserer evangelischen Kirche zu wecken – und damit wir in Galizien nicht zurückbleiben; so kann ich nicht unterlassen Ihnen meine freundschaftliche Ansicht mitzuteilen. Ich halte dafür, dass wir uns im westlichen Bezirk der galizischen Superintendentur auch an einem gelegenen Orte zu einer beratenden Konferenz versammeln möchten, und dies umso schneller und sicherer, als es den Anschein hat, dass wir in dieser Provinz in Allem nicht nur immer zurückzubleiben scheinen, sondern dass auch unsere Kirchenangelegenheiten ganz stagnieren. Lasst uns jeden Egoismus beseitigen, und wahre Brüder sein in Christo Jesu unserm Herrn und an den verjüngten Bau der christlichen Gemeinde einen innigen Antheil nehmen, und unser Scherflein beitragen. Als den füglichsten Ort zu einer Besprechung würde ich Gawlow bei Bochnia vorschlagen, wo wir am leichtesten zusammenkommen könnten, denn dieser Ort ist gleichsam das Zentrum dieses Bezirkes. Das Sandezer und Stadloer Pastorat erklärt sich auch schon vorhinein für diesen Ort. – der 16. und 17. Juli könnte als Ankunftstag betrachtet, und der 18. zum Beratungstag bestimmt werden.

Nachdem ich übrigens in dieser Angelegenheit, nur wohlmeinend zu Werke gehen will, und es dem freien Willen meiner Amtsbrüder überlasse, so bitte ich mir dennoch aus, entweder eine bejahende oder verneinende Antwort.

Freundlicher Gruß!

Sandez, den 21. Juni 1849.

Johann Philippek
Pastor zu Neu-Sandez

Sokolow / Ranischau 1866

The district office of Sokolow requests the parish office of Ranischau to provide certificates of assets and good conduct for forester Valentin Kleiss of Ranischau

Source: Archiwum Państwowe w Przemyślu, 56/152/0/-/14, Scan 13
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Z 1485.

An das hochwürdige evangelische Pfarramt Augsburger Konfession in Ranischau

Note!

Das ehrwürdige evangelische Pfarramt wird dienstfreundlichst ersucht ein Sitten- und Leumundszeugnis für Valentin Kleiss aus Ranischau, gegenwärtig gräflich Rejschen Förster auszufertigen und solches längstens binnen 3 Tagen anher einzusenden.

Vom K.k. Bezirksgericht
Sokolow, 27. November 1865

Potocki

Sokolow / Ranischau 1866

The district office of Sokolow requests the parish office of Ranischau to provide certificates of assets and good conduct for Andreas and Johann Kleiss of Ranischau

Source: Archiwum Państwowe w Przemyślu, 56/152/0/-/14, Scan 15
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Z 1054.

An das hochwürdige evangelische Pfarramt in Ranischau

Note!

Das ehrwürdige evangelische Pfarramt wird diensthöflichst ersucht, Sitten- und Vermögenszeugnisse für Andreas Kleiss, 60 Jahre alter Grundwirt in Ranischau Poremby und für Johann Kleiss, 25 Jahre alter lediger Sohn des Valentin Kleiss aus Poremby ungesäumt auszufertigen und anher senden zu wollen.

K.k. Bezirksamt als Gericht Sokolow, den 11ten Oktober 1866

Nisko / Ranischau 1868

The district court of Nisko requests the parish office of Ranischau to provide certificates of assets and good conduct for Jakob and Friedrich Brauch of Steinau

Source: Archiwum Państwowe w Przemyślu, 56/152/0/-/14, Scan 17
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Z 501.

An das hochwürdige Pastorat in Ranischau.

Das hochwürdige Pastorat wird ersucht, für die Steinauer Insaßen Jakob Brauch, 52-jährigen Grundwirten und Friedrich Brauch, 31 Jahre alten Grundwirten, das Sitten- und Vermögenszeugnis ausstellen und selbes baldmöglichst anher senden zu wollen.

Vom k.k. Bezirksgericht.

Nisko, am 20. April 1868.

Stronczak

Nisko / Ranischau 1871

The district court of Nisko requests the parish office of Ranischau to provide certificates of assets and good conduct for Michael Rollwagen

Source: Archiwum Państwowe w Przemyślu, 56/152/0/-/14, Scan 19
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An das ehrenwerte evangelische
Pfarramt in Ranischau

Abschrift

Das ehrenwerte Pfarramt wird ersucht, dem hiesigen
Bezirksgericht ein Zeugnis über die Moralität und den Besitzstand
von Michael Rollwagen, 66 Jahre alt, verheiratet, Vater von 5 Kindern,
der sich durch ein Altenteil seines Sohnes Peter in Kamien erhält,
zuzusenden.

Vom k. k. Bezirksgericht
Nisko, den 28. Januar 1871

k. k. Bezirksrichter
Stronczak

Sokolow / Ranischau 1871

The district office of Sokolow requests the parish office of Ranischau to provide certificates of assets and good conduct for Philippine Mathes

Source: Archiwum Państwowe w Przemyślu, 56/152/0/-/14, Scan 21
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An den verehrten Kirchenvorstand der evangelischen Kirche in Ranischau

Er wird gebeten, ein Zeugnis über die Moralität und den Besitzstand für Philippine Mathes aus Ranischau auszustellen und direkt an das Landesgericht für Strafsachen in Krakau zu senden, bezüglich des Erlasses dieses Gerichts vom 9. Januar dieses Jahres, 222833.

Wir beehren uns, Ihnen mitzuteilen.
Sokolow, den 4. Februar 1871.

Biala / Ranischau 1871

Superintendent Jakob Hönel of Biala adresses pastor Paul Cholewa regarding plans for the 50th anniversary of their faculty

Source: Archiwum Państwowe w Przemyślu, 56/152/0/-/8, Scan 10-11
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Vom westlichen Seniorat an den Herrn Amtsbruder Pfarrer Cholewa in Ranischau.

Amtsbruder Trautenberger aus Brünn schreibt mir eben: „Am 2. April dieses Jahres feiert unsere Fakultät ihr 50-jähriges Amtsjubiläum. Ich habe mir erlaubt, zu diesem Fest die Überreichung eines Albums seitens ihrer ehemaligen Zöglinge vorzuschlagen. So komme ich denn auch zu Ihnen mit der Bitte, dass Sie die Durchführung dieser Idee in Ihrer Diözese gütigst fördern wollen. Und zwar will ich meine Bitte folgendermaßen präzisieren.

1. Die ehemaligen Zöglinge unserer Fakultät mögen die Güte haben, mir ihre Photographie in Postkartenformat einzusenden. Wo möglich Brustbild, darunter eigenhändig Name, Stand, Wohnort, auf der rückwärtigen Seite die Zeit des Studiums an der Fakultät.
2. Die Beteiligten wollen, wo es leicht angeht, einen kleinen Beitrag zur Anschaffung des Albums (etwa in Briefmarken) beilegen. Die eingegangenen Beiträge werden im Briefkasten des „Halte, was du hast“ subtitulo „für G“ länderweise quittiert, damit alle Teilnehmer über die die Höhe der verfügbaren Summe orientiert seien.“

“Die Sammlung der Photographien wird Mitte März geschlossen, damit die zur Anfertigung des Albums nötige Zeit zur Verfügung bleibe.“

Die Sache, an sich schön, ist gewiss auch im Sinne des Herrn Amtsbruders, ich zweifle drum auch nicht, dass Sie, derselben sich anzuschließen, mich säumen werden.

Biala, den 22. Februar 1871.

J. Hönel
Superintendent

Jaroslau / Ranischau 1874

The pastor of Jaroslau requests the date of the harvest festival in Ranischau

Source: Archiwum Państwowe w Przemyślu, 56/152/0/-/8, Scan 13
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Z. 133

An das hochwürdige evangelische Pfarramt in Ranischau.

Das gefertigte Pfarramt bittet um die dienstfreundliche, möglichst schleunige Mitteilung, in welchem Monat und an welchem Tage das Erntefest in der dortigen Gemeinde gefeiert zu werden pflegt.

Jaroslau, den 26. Oktober 1874.
(…)
Pfarrer

Kolbuszowa / Ranischau 1880

The district administrator of Kolbuszowa invites the administration and the clergy of the district to welcome the emperor Franz Joseph I

Source: Archiwum Państwowe w Przemyślu, 56/152/0/-/8, Scan 15
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An die hochwohlgeborenen Herren der Verwaltung
der Güter und an die ehrwürdige Geistlichkeit des Kreises Kolbuszowa.

Laut des in der amtlichen Lemberger Zeitung vom 3. dieses Monats veröffentlichten Programms, wird seine Majestät am 1. September dieses Jahres zu einem mehrtägigen Aufenthalt nach Galizien kommen.

Diese, von der gesamten Region lang erwartete Reise, bietet der Bevölkerung die Möglichkeit, dem Monarchen ihre Huldigung darzubringen, ihre Treue zum Thron und
ihre Dankbarkeit für die Wohltaten auszudrücken, die das Land unter der Herrschaft Seiner Kaiserlichen und Königlichen Apostolischen Majestät erfahren hat.

Am 4. September dieses Jahres wird Seine Majestät um 5 Uhr morgens von Krakau nach Przemysl abreisen. Auf dem Weg wird der Hofzug nur für einige Minuten in Bochnia, Tarnow, Debica, Rzeszow und Jaroslau halten.

Seine Majestät wird um 10:45 Uhr in Przemysl eintreffen. Um den Empfang und die Begrüßung Seiner Majestät würdevoll zu gestalten, laden wir die hochgeschätzten Herren und die ehrwürdige Geistlichkeit ein, in Absprache mit Seiner Exzellenz dem Landrat sowie dem Kreisrat, zahlreich nach Rzeszow zu kommen, um Seine Majestät zu begrüßen und ihre Gefühle der Loyalität und Verbundenheit auszudrücken.

Gleichzeitig ersuche ich den Herrn Landrat in Rzeszow, mich darüber zu informieren, wo sich die Delegationen der Gemeinden, Adelskorporationen und Geistlichkeit zur Begrüßung Seiner Majestät aufstellen sollen. Sobald eine Antwort vorliegt, wird dies mit der Kreisverwaltung abgestimmt und alle Delegationen darüber informiert.

Die ehrwürdige Geistlichkeit bitte ich, die Bruderschaften in bewaffneter Tracht mit Fahnen nach Rzeszow zu rufen, damit sie sich am Bahnhof versammeln und an dem vorgesehenen Ort aufstellen.

Kolbuszowa, den 10. August 1880

Landrat
(…)

Ranischau 1885

Certificate of good conduct from the presbytery and the parish office of Ranischau for teacher Konrad Metzger

Source: Archiwum Państwowe w Przemyślu, 56/152/0/-/14, Scan 25
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Z 173.
ex 1885

Moralitäts-Zeugnis

Das gefertigte Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde Augsburger Konfession Ranischau bezeugt hiermit, dass Herr Lehrer Konrad Metzger während seiner Wirksamkeit als Lehrer an der hiesigen evangelischen Privatvolksschule vom 10ten März laufenden Jahres bis zum 18ten Juli laufenden Jahres treu und gewissenhaft nach bestem Wissen und Gewissen seine Pflichten erfüllt und weder in seinem amtlichen, noch in seinem gesellschaftlichen Auftreten und Verhalten irgendeinen Anlass zur Unzufriedenheit oder zum Tadel gegeben, vielmehr derselbe der Achtung und Liebe bisher jederzeit sich wert und würdig erwiesen hat.

Das Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde Augsburger Konfession
Ranischau, am 18. Juli 1885

Das Presbyterium:
Jakob Wagner, Kurator
Sebastian Kopp, Probst
Heinrich Kleiss
Jakob Kopp
Friedrich Schneider

Z 174.
ex 1885

Dass Herr Lehrer Metzger während seines hierobigen Aufenthalts sowohl in der Schule als auch außerhalb derselben sowohl in seinem öffentlichen als auch privaten Leben und Wandel stets ordentlich, mäßig und nüchtern, unanstößig und ehrenhaft sich bewiesen, wird hiermit pfarramtlich bestätigt.

Evangelisches Pfarramt Ranischau, am 18ten Juli 1885

Freyler
Pfarrer

Ranischau 1885

Certificate of good conduct for Karl Raschke

Source: Archiwum Państwowe w Przemyślu, 56/152/0/-/14, Scan 23
Scan

Z. 239.
ex 1885

Moralitätszeugnis

Es wird von Seite des gefertigten Pfarramts bestätigt, dass der im Jahr 1870 am 1. Februar geborene Karl Raschke, ehelicher Sohn des Ranischauer Lehrers Georg Raschke, gegenwärtig während des Aufenthalts bei seinen Verwandten, sehr ordentlich, treu, gehorsam, fleißig, lernbegierig sich erwiesen und zu keinerlei Klage Anlass gegeben hat, weshalb derselbe zu seinem weiteren Fortkommen bestens empfohlen werden kann.

Evangelisches Pfarramt Ranischau
Am 16. Oktober 1885

Freyler
Pfarrer

Ranischau / Steinau 1885

Pastor Karl Freyler requests additional payment for a timber fee from the presbytery of Steinau

Source: Archiwum Państwowe w Przemyślu, 56/152/0/-/14, Scan 23
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Z. 240.
ex 1885

Löbliches Presbyterium in Steinau!

Da die am 10. Mai 1885 erhaltene erste Rate von 12 fl. auf die diesjährige Holzpauschale verausgabt ist, ersuche ich am Kirchweihfest eine weitere Summe übergeben zu wollen, zumal es keine Schwierigkeit und keine Anstrengung kostet, die auf eine Wirtschaft entfallenden Sechserl einzukassieren.

Mit freundlichem Gruß

Ranischau am 17. Oktober 1885

Freyler
Pfarrer

Biala / Ranischau 1901

Superintendent Hermann Fritsche addresses the Presbytery of Ranischau concerning the anniversary of Senior Zipser

Source: Archiwum Państwowe w Przemyślu, 56/152/0/-/8, Scan 37
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Z: 1248

An das löbliche Presbyterium der evangelischen Gemeinde in Ranischau

Am 6. September dieses Jahres feiert Herr Pfarrer Karl Johann Zipser in Hohenbach sein 25 jähriges Jubiläum als Träger des westgalizischen Senioratsamtes Augsburgischen Bekenntnisses, indem er am 6. September 1876 zum ersten Mal als Senior bestätigt und seitdem 4 mal wiedergewählt wurde. Sohin waltet er 25 Jahre ununterbrochen mit reichem Segen dieses Amtes.
Da zur Unterfertigung einer gemeinsamen Glückwunschadresse aller 7 Pfarrgemeinden des Seniorates die Zeit nicht mehr hinreicht, würde es sich empfehlen, dass jede Gemeinde für sich den Herrn Senior durch einen schriftlichen Glückwunsch zum 6. September erfreue, wozu hiermit ein löbliches Presbyterium angeregt werden soll.

Biala, den 28. August 1901
Die Lemberger evangelische Superintendentur Augsburgischen und Helvetischen Bekenntnisses

Hermann Fritsche
Superintendent

Ranischau 1909

Receipt from teacher Jakob Pfeiffer

Source: Archiwum Państwowe w Przemyślu, 56/152/0/-/28, Scan 10
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Quittung

Über 50 K. Sago! fünzig Kronen, welchen Betrag der Gefertigte als Unterstützung infolge eines Darmkrankheitsbefalls in der Familie vom hiesigen Presbyterium bewilligt und richtig erhalten hat.

Ranischau, am 21. Mai 1909.

Jakob Pfeiffer
Lehrer