Hohenbach Newspaper Articles 1900-1919

Hohenbach 1904

Departure of teacher Fuchs

Source: Evangelisches Gemeindeblatt für Galizien und die Bukowina, Feb 1904, p. 7.
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Lehrer Fuchs.

Mit schwerem Herzen schied am 29. Januar diesen Jahres Herr Schulleiter Andreas Fuchs aus unserer Mitte, um seine neue Stelle als definitiver Lehrer an der öffentlichen Schule in Ober-Kurzwald bei Bielitz anzutreten. Mit noch größerem Leidwesen mussten wir den Mann von dannen ziehen sehen; wir konnten ihn leider nicht zurückhalten, weil ihm die Arbeit an der großen Kinderschar (heuer wieder 128) nachgerade zu schwer geworden war und die Gemeinde ihm eine Hilfskraft an die Seite zu geben leider nicht vermochte. Bis Schluss des laufenden Schuljahres ist bereits für eine entsprechende Vertretung Vorsorge getroffen worden.

Hohenbach 1905

Wedding of Senior Zipser’s daughter

Source: Evangelisches Gemeindeblatt für Galizien und die Bukowina, Mar 1905, p. 8.
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Trauung.

Am 21. Februar fand in der hiesigen Kirche die Trauung des Fräuleins Mila Zipser mit dem Realitätenbesitzer in Neu-Sandez Herrn Heinrich Hans durch den Vater der Braut, unseren verehrten Seelsorger Herrn Senior Karl Zipser in feierlicher Weise statt.

Hohenbach 1905

Election of teacher Roland

Source: Evangelisches Gemeindeblatt für Galizien und die Bukowina, Aug 1905, p. 7.
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Lehrerwahl.

Zum hiesigen Schulleiter wurde Herr Johann Roland aus Romanowka gewählt. Derselbe hat am 1. August sein Amt anzutreten. Möge die Wahl der Gemeinde zum Segen gereichen.

Hohenbach 1906

Fire disaster

Source: Evangelisches Gemeindeblatt für Galizien und die Bukowina, Jan 1906, p. 7.
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Brandunglück.

Das Presbyterium der Gemeinde Hohenbach hat nachfolgenden Aufruf ausgehen lassen:

Ein schweres Unglück hat die evangelische Koloniengemeinde Hohenbach betroffen und drängt die Vertreter derselben kräftige Handreichung zu erbitten.

Am 27. November vorigen Jahres brach um 2 Uhr nachts in unserer Kolonie, deren Wohnhäuser und Wirtschaftsgebäude wegen mangelnden Raumes leider zu dicht bei einander stehen und noch zumeist aus Holz erbaut und mit Stroh gedeckt sind, von unbekannter Frevlerhand gelegt, ein Brand aus, welcher bei heftigem Sturmwind und dem anfänglichen Mangel an Hilfe, ringsum immer neue Nahrung findend, mit außerordentlicher Schnelligkeit sich ausbreitete und die ganze Ortschaft mit Verderben bedrohte.

Vor dem Äußersten hat Gott zwar gnädig uns bewahrt; den außerordentlichen Anstrengungen der Gemeindegenossen und zu Hilfe geeilten Feuerwehren aus der Umgebung gelang es dem verheerenden Elemente endlich Einhalt zu tun, wofür wir dem himmlischen Vater nicht genug zu danken vermögen. Gleichwohl ist das Unglück ein schweres und groß der Schaden. Der 9. Teil unserer freundlichen Kolonie ist zerstört, 6 Wohnhäuser mit nahezu allem Hausrat, 23 Wirtschaftsgebäude samt allen eingeheimsten Feldfrüchten und Futtervorräten sind dem grausamen Elemente zur Beute geworden; 7 Familien sind brot- und obdachlos geworden, 23 Kinder, welche wegen mangelnder Bekleidung und Beschuhung der Schule fernzubleiben gezwungen sind, rufen hungernd nach Brot und ihren armen Eltern will das Herz schier brechen, dass sie das Nötige ihnen zu reichen nun außerstande sind. Die so schwer Geprüften stehen aller Mittel bar vor den öden, dem Erdboden gleichgemachten Stätten und sind um so tiefer zu beklagen, da ihre Gebäude viel zu niedrig, die Feldfrüchte nur zum Teil, Vieh, Kleidung, Wäsche, Haus-, Ackergeräte und dergleichen aber – Gott sei es geklagt! – gar nicht versichert waren und die Bedauernswerten kurz vor Winters Anfang ohne Obdach, ohne Nahrung für sich und das unentbehrliche Nutzvieh, und ohne Mittel dastehen, preisgegeben unsagbar herber, bitterer Not. Wohl suchen die von solchem Unglück diesmal wie durch ein Wunder verschont Gebliebenen die entsetzliche Notlage ihrer schwer geprüften Gemeindegenossen nach Tunlichkeit zu lindern, jedoch sind unsere eigenen Kräfte nur allzu schwache und alle unsere Anstrengungen der Größe des Elends nicht gewachsen, da ja unsere Gemeinde einen harten Kampf ums Dasein kämpft, zu Flussregulierungszwecken in diesem und den nächsten 5 Jahren je 794 K, zur Trockenlegung der ringsum befindlichen Sümpfe aber in den nächsten beiden Jahren je 5000 K aufzubringen hat, deshalb manche dringende Aufgaben zu lösen nicht vermag und trotz aller Opferwilligkeit fehlt selbst zur Erhaltung ihres Kirchen- und Schulwesens fortwährend der Handreichung bedarf, nun umso mehr, nachdem die armen, so schwer geprüften Gemeindemitglieder längere Zeit hindurch für Kirche und Schule nichts zu leisten werden imstande sein und dies einen empfindlichen Ausfall bedeutet. Ach unsere Not ist groß und bitter, weit größer, als sie sich mit kurzen Worten darstellen lässt. Wir müssten verzagen, wenn wir unsere Hoffnung nicht setzen dürften auf den großen treuen Gott und Vater, welcher unsere Gemeinde so schwer geprüft, aber auch mit seinem Schilde gedeckt hat, und auf die liebreichen Werkzeuge seiner Gnade, welche Gutes zu tun besonders an des Glaubens Genossen als ihre herrliche Aufgabe ansehen. Darum wagen wir denn auch an Sie verehrte, teure Glaubensgenossen, die flehentliche Bitte zu richten: Erbarmen Sie sich der entsetzlichen Not unserer unglücklichen Gemeindegenossen, helfen Sie die Tränen derselben trocknen und deren bekümmerte, aber auf Gottes und teurer Gönner liebreichen Beistand zuversichtlich hoffende Herzen trösten, stärken und erheben. Das walte Gott, der den Worten unseres Flehens Kraft verleihen und Ihnen, teure Gönner, mit seinem reichsten besten Segen vergelten möge, was Sie an den Ärmsten unserer Armen in christlicher Liebe und Barmherzigkeit zu tun die Güte haben wollen!

Hohenbach 1907

School issues

Source: Evangelisches Gemeindeblatt für Galizien und die Bukowina, Feb 1907, p. 10.
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Schule.

Die hiesige evangelische Volksschule mit Öffentlichkeitsrecht wird in diesem Schuljahre von 123 Kindern besucht. Dazu kommen noch 22 Fortbildungsschüler, sodass der hiesige Lehrer eigentlich 145 Schüler zu unterreichten hat. Diese beträchtliche Schülerzahl ist bereits seit 10 Jahren konstant die gleiche und ist nicht vorauszusehen, dass dieselbe in Zukunft abnimmt. Die Arbeitsleistung ist für einen Lehrer zu groß, sodass er seine Kraft und Gesundheit frühzeitig aufreiben muss. Dass das Lehrziel mit so großer Schülerzahl trotz eifrigster Arbeit und strengster Pflichterfüllung kaum zu erreichen ist, wird man begreiflich finden. Die Schuljugend der polnisch-katholischen Bevölkerung wird in der nur 5 Minuten von hier entfernten 4-klassigen öffentlichen Volksschule unterrichtet, so dass diese unsere Deutschen an Schulbildung bald überragen wird. Die Erweiterung unserer evangelischen Schule zu einer zweiklassigen wird seit langem angestrebt, jedoch ist noch zehnmal so viel Kapital dazu notwendig, als vorhanden ist. Da die Gemeinde zu verschiedenen Zwecken sehr große Abgaben zu leisten hat und deshalb an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit angelangt ist, so kann sie, so leid es ihr tut, zu diesem von ihr ersuchten Ziele so gut wie nichts beitragen. Es wird deshalb an alle edlen Volks- und Glaubensgenossen die inständige Bitte um ausgiebige Hilfe zum Schulerweiterungsfonds gerichtet.

Hohenbach 1907

Formation of a church choir

Source: Evangelisches Gemeindeblatt für Galizien und die Bukowina, Feb 1907, p. 10.
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Evangelischer Kirchenchor.

Am zweiten Weihnachtsfeiertage wurde hier ein evangelischer Kirchenchor gegründet. Demselben ist die der Schulpflicht entwachsene Jugend beigetreten. Der Kirchenchor hat den Zweck, an allen Sonn- und Festtagen, besonders an den letzteren, den Gottesdienst durch Vortrag mehrstimmiger Chöre zu verschönern. Unter Leitung des Lehrers J. Roland finden jeden Sonntag Übungsstunden statt.

Hohenbach 1907

Fire

Source: Evangelisches Gemeindeblatt für Galizien und die Bukowina, Feb 1907, p. 10-11.
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Schadensfeuer.

Am 19. Januar diesen Jahres um 6 Uhr abends brach bei einem hiesigen Kolonisten ein Brand aus, der in kurzer Zeit das Wohnhaus und die Stallungen in Asche legte. Sämtliches Geflügel, zwei Schwein, sowie viele Wirtschaftsgeräte sind ebenfalls ein Raub der Flammen geworden. Dank rasch herbeigeeilter Hilfe konnte der Brand auf diese Objekte lokalisiert werden und hat Gottes Vaterschutz unsere schöne Gemeinde vor großem Unglück bewahrt.

Die von Herrn Lehrer Fuchs gegründete Feuerwehr, die sich aufgelöst hatte, ist nun wieder erstanden. In den Vorstand wurden gewählt: Lehrer Roland, Präses Alfred Saipp, Obmann und Edmund Senft, Obmannsstellvertreter. Möge der Geist der Zwietracht, der, Gott sei’s geklagt, bei unseren Deutschen leider oft so viel Schaden anrichtet, in die Reihen der wackeren Feuermänner niemals gelangen.

Hohenbach 1907

Wedding of Senior Zipser’s other daughter

Source: Evangelisches Gemeindeblatt für Galizien und die Bukowina, Aug 1907, p. 10.
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Sonntag den 28. Juli diesen Jahres fand in der hiesigen evangelischen Kirche die Trauung des Fräuleins Nelli Zipser, Tochter unseres verehrten hochwürdigen Herrn Seniors Zipser, mit Herrn Ingenieur Hans Rudolf, k. k. Gewerbeschulprosessor in Reichenberg, einem hiesigen Kolonistensohn, statt. Es ist der sehnlichste Herzenswunsch der ganzen Gemeinde, dass Gottes reichster Segen das Brautpaar begleite, damit es in Zufriedenheit, stets Freude und Glück in allen Lebenstagen erfahre.

Hohenbach 1908

School extension

Source: Evangelisches Gemeindeblatt für Galizien und die Bukowina, Jan 1908, p. 8.
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Am 8. Dezember 1907 fand hier eine wichtige Gemeindeversammlung statt. Angesichts des Umstandes, dass die hiesige Schule schon seit vielen Jahren von weit über 120 Schulkindern besucht wird und in Erkenntnis dessen, dass die Arbeit mit so vielen Kindern übermenschlich ist und der Lehrer trotz größter Pflichterfüllung das Lehrziel kaum erreichen kann, unser heutiges Zeitalter aber Menschen mit gediegener Schulbildung braucht, ist es ein dringendes unaufschiebbares Bedürfnis, dass die hiesige Schule zu einer 2-klassigen erweitert wird und hat die Gemeinde den einmütigen gefasst: “Mit 1. September 1908 wird die hiesige Schule erweitert und ein zweiter Lehrer angestellt. Als Gehalt für diesen provisorischen Lehrer werden 900 K jährlich festgesetzt, dazu freie Wohnung und Beheizung.” Die Gemeinde kann dieser ihrer Aufgabe aber nur dann völlig nachkommen, wenn ihr ausgiebige gütige Unterstützung lieber Glaubensbrüder und teurer Volksgenossen zu teil wird.

R.[oland]

Hohenbach 1908

Retirement of Senior Zipser

Source: Evangelisches Gemeindeblatt für Galizien und die Bukowina, Aug 1908, p. 7.
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Pensionierung.

Unser allverehrter treuer Seelsorger, Herr Senior Zipser, beabsichtigt in den Ruhestand zu treten. 40 Jahre lang hat er in unserer Gemeinde gewirkt. Die ersten, die er konfirmiert hat, sind heute schon Greise. Kein Wunder, dass die ganze Gemeinde zu ihm, wie zu einem treuen Vater aufblickt. An Senior Zipsers Wirken in Hohenbach hat es sich auch gezeigt, dass da, wo ein treuer Seelsorger mit seiner Gemeinde in gegenseitiger Liebe verwachsen ist, die Auswanderungsagitation machtlos ist. Möchte dem Jubilar ein friedlicher Lebensabend nach der langen Arbeitszeit beschieden sein.

Hohenbach 1908

Retrospective of Senior Zipser’s work

Source: Evangelisches Gemeindeblatt für Galizien und die Bukowina, Sep 1908, p. 7.
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Das Jahr 1908 ist für unsere Gemeinde ein Freudenjahr, zugleich aber auch ein Jahr des Leides. Im Mai diesen Jahres konnten wir das 125-jährige Jubiläum des Bestandes unserer auch heute noch festgeschlossen dastehenden deutsch-evangelischen Gemeinde feiern. Ende September wollen wir das 40-jährige Amtsjubiläum unseres allverehrten Pfarrers und Seniors Karl Johann Zipser begehen. Aber ein bitterer Wehrmutstropfen fällt in den Freudenbecher. Unser geliebter Seelsorger verlässt Anfang Oktober Hohenbach und tritt in den wohlverdienten Ruhestand! Was Herr Senior Zipser für uns war, besagt folgender Rückblick über sein 40-jähriges Wirken in Hohenbach.

Nachdem in einem Zeitraum von 83 Jahren 10 Pfarrer die Gemeinde betreut hatten, trat im Jahre 1868, am 1. Oktober, Herr Pfarrer Zipser sein Amt hier an. Seine erste Aufgabe war es, ein entsprechendes Pfarrhaus aufzubauen, was ihm auch mit treuer Bruderhilfe im Jahre 1869 gelang. Mit der Errichtung dieser freundlichen Rüst- und Werkstätte für die geistliche Arbeit war die erste Sorge glücklich beseitigt. Allein ein weit größerer Kummer lastete seit Jahren schon auf der Gemeinde. Das alte Bethaus, das ehemalige “Backhaus”, war durch eine verheerende Feuersbrunst im Jahre 1801 in Flammen aufgegangen, ein neues an die Stelle des alten im Jahre 1802 aus Holz errichtet worden. Aber nun war dasselbe nicht nur räumlich gänzlich ungenügend, sondern auch vollkommen baufällig, sodass man ohne große Schwierigkeit einen Stecken durch die Wand stoßen konnte.

Dieser Übelstand war himmelschreiend! Da machte sich der arbeitsfreudige, rüstige Herr Pfarrer daran auch den Bau einer neuen Kirche durchzuführen. Wohl war er sich im Vornhinein bewusst, dass die von vielen und großen Schicksalsschlägen heimgesuchte Gemeinde in ihrer Armut dieser Aufgabe nicht gewachsen sein werde. Aber im Vertrauen auf den lieben Gott und die Güte teuerer Brüder und Schwestern schritt er im Jahre 1874 ans Werk. Unendliche Schwierigkeiten waren zu überwinden und könnte man über diesen Kirchenbau wahrlich ein umfangreiches Buch schreiben. Obwohl böswillige Menschen selbst aus der Gemeinde dem guten Werke schaden wollten, so arbeitete der Herr Pfarrer dennoch unverdrossen weiter. Da trat im Baue ein Stillstand ein – es war kein Geld mehr vorhanden. In dieser größten Not vollbrachte Pfarrer Zipser seine größte Tat, die für die Gemeinde von unsagbarem Segen war, die aus Hohenbach das gemacht hat, was es ist, eine schöne, freundliche Gemeinde. Seinen rastlosen Bemühungen gelang es nämlich auf der Hauptversammlung des Gustav-Adolf-Vereins in Potsdam die Hauptliebesgabe von ca. 40000 K zu erlangen. Nun konnte der Kirchenbau weitergeführt werden und im Jahre 1876 wurde die neue, schmucke, im romanischen Stil erbaute Kirche eingeweiht.

Seine nächste Sorge galt nun der evangelischen Schule und konnte am 25. Oktober 1892 das allen modernen Anforderungen entsprechende neu aufgeführte Schulgebäude seiner Bestimmung übergeben werden. Aber auch für die Filialgemeinden wurde gesorgt und geschafft. In Padew wurde eine evangelische Schule gegründet und ein Bethaus aufgebaut, in Reichsheim eine neue Schule gebaut.

In dieser arbeitsreichen Zeit hatte Herr Pfarrer und Senior Zipser eine treue Mithelferin an seiner werten Frau Gemahlin. Überall, wo es galt Not zu lindern, Arme zu trösten, Kranke zu pflegen, da war die gute Frau Senior zu finden. Auch ihr haben wir es zu verdanken, dass der Herr Senior gar manchen Ruf ablehnte, der ihm hätte eine sorgenfreies Leben gewähren können. Darum Dank, heißer, inniger Dank der gütigen Frau Senior, die für die Gemeinde ein Engel im wahrsten Sinne des Wortes war. Unsagbares Weh ergreift unser aller Herzen bei dem Gedanken, dass wir unser Pfarrerpaar verlieren sollen, an dem wir mit der größten Liebe hängen. Ich fühle mich eines Sinnes mit der ganzen Gemeinde, wenn ich in Dankbarkeit bitte: Lieber, gütiger Gott! Vergelte ihm reichlichst die uns bewiesene Güte, Liebe und Treue, schenke ihm einen recht langen, frohen Lebensabend! Im Namen der dankbaren Gemeinde Hohenbach:

R.[oland]

Hohenbach 1908

Election of pastor Kirchschlager and Senior Zipser’s 40th anniversary

Source: Evangelisches Gemeindeblatt für Galizien und die Bukowina, Oct 1908, p. 6.
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Dienstjubiläum, Pfarrwahl.

Die Feier des 40-jährigen Dienstjubiläums des Herrn Seniors Karl Johann Zipser, dessen bereits in Nr. 9 des Gemeindeblattes gedacht wurde, ist nun auf den 4. Oktober festgelegt worden. Die Gemeinde rüstet sich bereits diesen Tag in würdiger Weise zu begehen. Sie wird die große Freude haben, den Oberhirten unserer Diözese, Herrn Superintendent Fritsche bei dieser Gelegenheit in ihrer Mitte zu sehen. Herr Senior Zipser legt am 4. Oktober zugleich das Senioratsamt des westlichen Seniorats nieder, welches er durch 32 Jahre mit großen Segen bekleidet hat.

Zum Nachfolger Zipsers im Pfarramt wurde bereits Herr Pfarrer Fritz Kirchschlager, bisher in Zaleszczyki, gewählt. Derselbe dürfte Ende Oktober in die neue Stelle übersiedeln. Gott verleihe ihm und der Gemeinde dazu seinen reichen Segen.

Hohenbach 1908

Senior Zipser’s 40th anniversary festivities

Source: Evangelisches Gemeindeblatt für Galizien und die Bukowina, Nov 1908, p. 10-11.
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Wie schon in der vorigen Nummer unseres Blattes erwähnt, beging am 4. Oktober diesen Jahres unser hochverehrter Herr Senior Karl Johann Zipser sein 40-jähriges Amtsjubiläum, das zugleich der Tag seines Rücktritts vom Amte sein soll. Gewiss ein seltenes Fest, weshalb die Gemeinde es sich auch nicht ha nehmen lassen, diesen Tag mit einer seiner Bedeutung entsprechenden Feier zu begehen. Hat sie doch ihrem scheidenden Pfarrer ohne Zweifel viel zu versanken, wie die Kirchen und Schulen in Hohenbach, Reichsheim und Padew noch den nachfolgenden Geschlechtern bezeugen werden. Auf die Einladung der Gemeinde hin, waren fast sämtliche Geistliche des Seniorats, Herr Superintendent Fritsche eingeschlossen, zu diesem Festtage erschienen. Schon am frühen Morgen des schönen Herbstsonntags trafen ferner aus Reichsheim, Padew und anderen Orten sonstige Festgäste ein und lange vor Beginn des Gottesdienstes hatte sich die Kirche mit Feiernden gefüllt. Unter dem Geläute der Glocken kamen dann die Geistlichen, voran der greise Jubilar, in das Gotteshaus gezogen, weißgekleidete kleine Mädchen streuten Blumen vor ihnen her. In seiner Festpredigt, der das Wort des Apostels Johannes “Kinder, es ist die letzte Stunde” (1. Joh. 2, 18) zu Grunde lag, sprach der scheidende Seelsorger in warmen und zu Herzen gehenden Worten seinen Dank, seine Wünsche und Hoffnungen für die Gemeinde aus; manches Auge sah man mit Tränen sich füllen. Gesang des Kirchenchors, eine Ansprache des Herrn Superintendenten, die Verlesung eines Schreibens des k. k. Oberkirchenrates, sowie einer Dankadresse der Pfarrer, Lehrer und Kuratoren des Seniorats, endlich die Enthüllung einer marmornen Gedenktafel, die die Gemeinde als Erinnerung an die langjährige Amtsführung ihres Pfarrers in der Kirche hatte anbringen lassen, füllten die zweite Hälfte aus, an deren Schluss die Lehrer der Gemeinden Hohenbach und Padew in Wort und Tat noch deren besonderen Dank darbrachten. Ein frohes Festmahl, mit manchen fröhlichen Reden gewürzt, beschloss den schönen und erhebenden Festtag.

Hohenbach 1909

Departure of teacher Roland and election of teacher Kintzi

Source: Evangelisches Gemeindeblatt für Galizien und die Bukowina, Feb 1909, p. 11.
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Unser vielgeliebter Herr Oberlehrer Hans Roland hat die hiesige Oberlehrerstelle verlassen und sich als “Wanderlehrer und Geschäftsleiter” des Bundes der christlichen Deutschen in Galizien nach Lemberg begeben, von wo aus er sich dem ganzen deutschgalizischen Volke durch Wort und Schrift widmen will. An die hiesige Stelle tritt Herr Oberlehrer Jakob Kintzi aus Padew, wo er sich als tüchtiger Lehrer für die Schule und Gemeinde erwiesen hat. Alle schulamtlichen Schriften sind von nun an erbeten an unseren neu gewählten Herrn Oberlehrer oder an das Schulamt selbst.

Dem abgehenden Herrn Oberlehrer rufen wir ein “Heil und Sieg!” nach, sowie wir den Neuankommenden mit einem dreifachen “Heil!” begrüßen.

Für das Schulamt Hohenbach:
J. Köhle, Lehrer.

Hohenbach 1909

Sales campaign of the women’s association

Source: Evangelisches Gemeindeblatt für Galizien und die Bukowina, Dec 1909, p. 11.
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Frauenverein.

Ein sehr verdienstvolles Werk hat der hiesige evangelische Frauenverein unternommen, indem er den Vertrieb guter Ansichtspostkasten und Wandsprüche besorgen will. Es handelt sich dabei um einen doppelten Zweck. Einerseits soll die schlechte Schundware, welche auf diesem Gebiet massenhaft verbreitet wird, ersetzt werden durch wahrhaft schöne und edle Artikel von künstlerischem Wert und gesunder evangelisch-christlicher Tendenz. Zugleich aber hofft der Hohenbacher Frauenverein auf diesem Wege auch einen Reingewinn zu erzielen, welcher den evangelischen Liebeswerken unserer Diözese zugutekommen soll. Zudem wir auf die Anzeige am Schlusse des Blattes verweisen, wünschen wir dem Hohenbacher Frauenverein zu seinem verdienstvollen Vorgehen den besten Erfolg!

Hohenbach 1910

Sales campaign of the women’s association

Source: Evangelisches Gemeindeblatt für Galizien und die Bukowina, Mar 1910, p. 11.
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Frauenverein.

Ein sehr verdienstvolles Werk hat der hiesige evangelische Frauenverein unternommen, indem er den Vertrieb guter Ansichtspostkarten und Wandsprüche besorgen will. Wir möchten allen, die für irgend eine Angelegenheit dergleichen brauchen, den Bezug aus dieser Quelle bestens empfehlen, wobei wir darauf hinweisen können, dass z.B. in Stanislau die aus Hohenbach bezogenen Sprüche gerne gekauft worden sind und lebhafte Nachfrage nach ihnen bestand. Es handelt sich dabei um einen doppelten Zweck. Einerseits soll die schlechte Schundware, welche auf diesem Gebiet massenhaft verbreitet wird, ersetzt werden durch wahrhaft schöne und edler Artikel von künstlerischem Wert und gesunder evangelisch-christlicher Tendenz. Zugleich aber hofft der Hohenbacher Frauenverein auf diesem Wege auch einen Reingewinn zu erzielen, welcher den evangelischen den evangelischen Liebeswerken unserer Diözese zugutekommen soll. Zudem wir auf die Anzeige am Schlusse des Blattes verweisen, wünschen wir dem Hohenbacher Frauenverein zu seinem verdienstvollen Vorgehen den besten Erfolg!

Hohenbach 1910

Results of the sales campaign of the women’s association

Source: Evangelisches Gemeindeblatt für Galizien und die Bukowina, Dec 1910, p. 9.
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Kartenverkauf des Frauenvereins.

Durch die Mithilfe mehrerer Freunde, Freundinnen und einzelner Gemeinden in Galizien und der Bukowina, gelang es dem Frauenverein in Hohenbach im abgelaufenen Jahr eine große Zahl der anerkannt schönen und preiswerten Weihnachts-, Neujahrs-, Oster- und Pfingstkarten abzusetzen. Auch die Geburtstagskarten und solche für den gewöhnlichen Gebrauch fanden guten Anklang.

Deshalb konnten 100 Kronen rein an das Kinderheim in Stanislau und je 30 Kronen an das Schülerheim in Lemberg und an das Waisenhaus in Biala abgeführt werden. Herzlicher Dank gebührt aber auch denen, die treu mitgeholfen haben, die Wege und Mühe nicht gescheut haben, um unseren Anstalten, die, wie wir wissen, um ihre Existenz schwer kämpfen müssen, wenn auch mit einem kleinen Scherflein zu dienen. Brüder, Schwestern! Helft weiter!